Mit schwerem Gerät zu hoher Effizienz
Gut 40 Pioniere der Zivilschutzorganisation EMME stehen diese Woche im Einsatz zu Gunsten der Vertragsgemeinden. Sie reparieren Wanderwege und Bachläufe. Dank einer Modernisierung und kurzen Entscheidungsprozessen konnte die Effizienz in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert werden.
Inwil im Eibelerwald gestern Nachmittag. Schon aus einiger Distanz hört man Motorengeräusche – ein Bagger, eine grosse Motorgarette, auch Huki genannt, und fünf Pioniere an der Arbeit. Sie stellen einen Abschnitt eines Wanderweges instand, der vom Dorf in den Wald führt. Obwohl es für sie erst der zweite Arbeitstag ist, sind die Arbeiten weit fortgeschritten. Dank den grossen Maschinen konnten die Pioniere den angelieferten Schotter schnell und effizient auf dem Waldweg verteilen. Stellenweise haben sie auch den Weg etwas verbreitert, so dass er wieder für alle Fussgänger problemlos passierbar ist. Nun gilt es noch, den Weg zu planieren, danach kann er in einwandfreiem Zustand wieder der Gemeinde übergeben werden – voraussichtlich einen Tag früher als ursprünglich geplant. Armin Camenzind, Kommandant der ZSO EMME, ist bei einem Augenschein vor Ort sichtlich zufrieden.
«Man sieht hier sehr eindrücklich, dass in den vergangenen Jahren ein grosser Modernisierungsschritt erfolgt ist. Heute braucht es noch fünf Mann des Zivilschutzes, um die Arbeit zu erledigen. Früher hätten hier drei- bis viermal so viele Zivilschützer gearbeitet – mit Schaufeln in der Hand.»
Dank der Modernisierung können die fünf Männer nun für zusätzliche Arbeiten eingesetzt werden, was die Motivation der Zivilschützer noch weiter steigert.
Know-How und anspruchsvolle Planung
Das Know-How der Zivilschützer, das sie durch ihre berufliche Tätigkeit mitbringen, wird ganz gezielt eingesetzt. Der fünfköpfigen Gruppe gehört auch ein ausgebildeter Baggerführer an, der den Bagger gekonnt steuert. Müssen bei einem anderen Einsatz Bäume gefällt werden, so wird in der entsprechenden Gruppe ein Förster eingeteilt. «Die richtigen Leute am richtigen Ort einzusetzen macht einerseits unsere Zivilschutzorganisation sehr effizient und reduziert andererseits auch noch das Unfallrisiko», sagt Kommandant Armin Camenzind. Die Einsatzwochen der ZSO EMME finden viermal im Jahr statt. Die Einsätze werden möglichst gleichmässig auf alle 30 Gemeinden im Einzugsgebiet verteilt. Diese Woche arbeiten die Zivilschützer auf je zwei Arbeitsplätzen in Inwil, Neuenkirch und Malters. «Dass wir all diese Einsätze in derselben Woche leisten können, ist erst durch die eingesetzten schweren Maschinen und den eigenen Fahrzeugpark möglich geworden. Wir machen heute mehr in kürzerer Zeit», betont der Kommandant. Zudem funktioniere die Zusammenarbeit mit den Gemeinden sehr einfach. «Die Gemeinden melden uns noch bis gut einen Monat vor dem Einsatztermin, wenn sie unsere Unterstützung brauchen.» Sobald wir vom Kommando und der Kanton den Einsatz bewilligt haben, starten wir mit der Detailplanung. «Dieses Vorgehen bewährt sich», so Camenzind, «es ist unkompliziert und flexibel.»