ZSO EMME baut spektakuläre Hängebrücke im Lötschental
Das von Unwettern schwer getroffene Lötschental ist auf Hilfe aus der ganzen Schweiz angewiesen. Auch die ZSO EMME hat während der Woche vom 17. – 22. Juni 2012 ihren Beitrag zur Instandstellung des Bergtals geleistet und die Walliser mit spektakulären Bauten beeindruckt.
Am 10. Oktober 2011 wurde das Lötschental vom schwersten Unwetter seiner Geschichte regelrecht zerstört. Diverse Schlamm- und Gerölllawinen haben Schäden in Millionenhöhe verursacht. Durch den schnellen Einsatz der Armee und der lokalen Katastrophenhilfe konnten die schlimmsten Schäden innerhalb von zwei Wochen behoben werden. Die Verwüstungen sind dem Tal aber bis heute anzusehen.
Die ZSO EMME hat sich anerboten, mit einem Pionierzug von 30 Mann während einer Woche im Schadensgebiet die Instandsetzung voranzutreiben. Für Kommandant Armin Camenzind eine Selbstverständlichkeit: «Wir haben gesehen was im Lötschental passiert ist und unsere Hilfe angeboten».
Spektakuläre Hängebrücke
Die aufwändigste Arbeit leisteten die Pioniere der ZSO EMME bei dem Bau einer Hängebrücke mit rund 35 Metern Länge und einer Höhe von 15 Metern. Die Brücke führt über den Fluss zwischen den beiden Gemeinden Wiler und Blatten, wo der Wanderweg nun wieder begehbar ist. Talratspräsident Beat Rieder ist überwältigt: «Ich hätte es bis vor kurzem für unmöglich gehalten, dass eine Zivilschutzorganisation in der Lage ist, in so kurzer Zeit ein solches Bauwerk zu errichten. Die Mitglieder der ZSO EMME sind ab sofort willkommene Gäste bei uns im Lötschental». Neben der Hängebrücke wurden während der Woche diverse Wanderwege wiederhergestellt und zwei weitere Brücken errichtet.
Geglückter Einsatz
Neben den erstellten Bauwerken und Instandsetzungsarbeiten gibt es noch mehr Grund zur Freude. Das Wetter hat mitgespielt und die Mannschaft wurde von Unfällen verschont. Für die ZSO EMME hat der Einsatz einen weiteren Vorteil: «Wir hatten die Möglichkeit mit diesem Einsatz die Verschiebung in ein anderes Gebiet zu üben, was uns ohne Probleme gelungen ist», erzählt Kommandant Armin Camenzind. Der Arbeitsplatzchef und Offizier Benjamin Frei geht nach dieser Woche mit guten Gefühlen nach Hause: «Wir haben in dieser Woche sinnvolle Arbeit geleistet und den Bewohnern des Lötschentals geholfen. Dies hat uns einen enormen Schub an Motivation gegeben.»